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Aktuelle Beiträge auf dem schwarzen Brett

Etape du Tour 2009
   Geschrieben von Bruno Reble   
Sonntag, 26. Juli 2009

Spannung pur bei der Tour

Fini le Tour: Glückwunsch an alle, die das Ziel in Paris erreichen. Erfreulich aus NRW-Sicht der 3te Platz in der Punktewertung von Gerald CIOLEK aus Köln; alle Ergebnisse s. www.letour.fr

Reportage s. auch tour-magazin.de Mit Erik Zabel auf den Mt. Ventoux

Finales Showdown bei der Königsetappe 2009 von Montelimar auf den Mont Ventoux; mehr als 3000 Höhenmeter sind hierbei zu bewältigen, davon knapp die Hälfte zunächst auf einer 150km langen Berg- und Talfahrt zwischen Montelimar im Rhonetal bis zum Fuß des "windigen Berges ". Ab Bedoin dann der Hammer: 20 km geht es nur noch mächtig bergauf bis zum Ziel auf dem Gipfelpass in einer Höhe von 1910m.

Prominente als Streckentester

Ca. 8.500 Amateure stehen am Mo. 20.07.09 bereit, um bei der Etape du Tour den Parcour zu testen, 5 Tage bevor die Profis anrollen. Das Jedermann-Rennen startet um 7:00 in Montelimar an einem strahlend schönen Sommertag...

In dem gigantischen Feld auch einige Profis, wie der französische Meister Dimitri Champion (nomen est omen), der das Rennen in 5h 11' 31'' gewinnt. Zum Vergleich: Bei der nur 3 km kürzeren Original-Etappe der Tour de France gewinnt Juan GARATE in 4:39:21.

Ebenfalls am Start des Jedermann-Rennens der sechsfache Tour-Gewinner des grünen Trikots Erik Zabel, der mittlerweile seine Berufung als Streckentester gefunden hat und sich achtbar aus der Affäre zieht als 649ter mit einer Zeit von 6:49:13. Der letzte Finisher kommt übrigens als 7396ter in 11:05:38 ins Ziel.

Mit dabei (im Tross) auch Bruno aus Düsseldorf, der leider durch unglückliche Vorbereitungen gehandicapt ist und demzufolge am vierten Berg eliminiert wird. Den weiteren Blick auf das Geschehen darf er durch die breiten Panoramascheiben eines Besenbusses genießen.

So bleibt ihm der ultimative Aufstieg über die Südtrasse bei Bedoin erspart. Dieser finale Schlussakkord ist insbesondere für hitzeunerfahrene Nordländer ein Ritt durch die Hölle.

Wir fuhren keinen Berg hinauf, sondern einen glühenden Kohlehaufen.

 

so formulierte es einstmals Raymond Poulidor, der ewige Tour-Zweite und nichts desto trotz Liebling der Franzosen.

Erst auf den letzten 6 Kilometern, in der Steinwüste ab dem Chalet Reynard, läuft es besser, weil hier der (leichte) Mistralwind aus dem Norden etwas Linderung bringt.

Am Ende ihrer Kraft müssen viele an den Engländer Tom Simpson denken, der hier (2km vor dem Ziel) an einem Freitag, den 13ten Juli 1967 aufgeputscht durch Drogen vom Rad fällt und an Erschöpfung stirbt. Seine letzten Worte waren "On, on, on" und so salutieren wir an seinem Denkmal mit einem letzten Gruß und handeln in seinem Sinne, indem wir weitermachen.

Wer in 2010 dabei sein möchte, kann sich an den Verfasser wenden. Ende Oktober wird auf einer Pressekonferenz in Paris die nächstjährige Tour de France festgelegt (einschl. Etape du Tour).

Direkt danach werden die Startnummern beim französischen Veranstalter bestellt. Exklusif-Reisebüro für Deutschland ist www.interair.de/radreisen. Rechtzeitig buchen heißt die Devise. Wer zu lange wartet, geht am Ende leer aus: Rien ne va plus.

Bildergalerie...

  • Am Vortag: Streckenbesichtigung am Chalet Reynard...
  • und Gipfelromantik: "Voila, le sommet !"
  • 20.07.09: Das Rennen ist eröffnet ("on y va")
  • Streckentester Erik Zabel im Einsatz...
  • assistiert von Brüno le velo am Ende des Feldes.
  • Auch im Besenwagen bleibt das Ziel stets im Visier.
  • Nicht alle Eliminierten machen einen verhärmten Eindruck.
  • Zwischenstopp am Chalet Reynard, 6 km vor dem Ziel;
  • le stele TOM SIMPSON en passant: "on, on,on"...
  • letzte Worte und die letzten Meter zum Gipfel mit Zeitnahme.
  • Dann 6 km downhill bis zur Zielstation Mont Serein...
  • und weiter zum Basislager Malaucene, wo
    Mami (Nakamura) und ein kühles Bier uns erwarten.